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Finanzen: Rückblick 2019

UNSERE EXPERTISE IST GEFRAGT

Unser Geschäftsmodell erlaubt es uns, unsere Kunden bei ihren größten Herausforderungen optimal zu unterstützen – Digitale Transformation, nachhaltiges Wirtschaften, Employer Branding. Das hält uns auf Wachstumskurs und macht uns weitestgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.

Rony Timmermans, Vice President Finance Benelux und Frankreich, blickt im Interview auf das Geschäftsjahr 2019 zurück. Sowohl für die CHG-MERIDIAN-Gruppe als auch für Belgien, die Niederlande und Luxemburg war es trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Jahr.

Herr Timmermans, das Jahr 2019 war für die Weltwirtschaft eine Zäsur. Nach einer Dekade des nahezu ungebremsten Aufschwungs flaute die Konjunktur deutlich ab. Wie lief das Geschäft bei CHG-MERIDIAN?

Timmermans: Wir sehen die Auswirkungen der sich abkühlenden Konjunktur in einigen der Branchen, in denen wir unterwegs sind. Nichtsdestotrotz konnten wir bei CHG-MERIDIAN das Wachstum der Vorjahre nicht nur fortsetzen, wir konnten uns sogar ein weiteres Mal steigern. Beim Neugeschäftsvolumen liegen wir 32 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahrs. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Geschäftsmodell exakt auf dem richtigen Weg sind.

Welche politischen und wirtschaftlichen Bedingungen haben die Märkte 2019 in den Beneluxstaaten geprägt und wie konnten die Lokalgesellschaften vor Ort zum Neugeschäftsvolumen von CHG-MERIDIAN beitragen?

Timmermans: Belgien ist bekannt für seine komplexen politischen Verhältnisse. Wir haben seit den Wahlen im Mai 2019 keine Regierung – und das bedeutet leider auch, dass es für soziale und wirtschaftliche Themen keine langfristigen Strategien gibt. Dagegen kommt die politische Stabilität in den Niederlanden dem wirtschaftlichen Wachstum sichtbar zugute. Belgien, Luxemburg und die Niederlande haben mit einem Neugeschäftsvolumen von rund 115 Millionen Euro zum Gesamtergebnis beigetragen. Davon entfallen 75 Millionen auf Belgien inklusive Luxemburg, auf die Niederlande etwas über 40 Millionen. Belgien ist zwar ein überschaubarer Markt, dafür ist unser Marktanteil hier sehr hoch und wächst weiter – der Anteil der Neukunden betrug im vergangenen Jahr 30 Prozent. In den Niederlanden ist das Geschäft noch nicht ganz so ausgeprägt. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum, denn das Marktpotenzial ist da.

Unternehmensreport 2019

Um Technologieinvestitionen für Ihre Kunden zu finanzieren, ist Ihre Refinanzierungsstrategie ein wichtiger Baustein. Wie hat sich diese entwickelt?

Timmermans: 2019 lag das Gesamtfinanzierungsvolumen von Technologieinvestitionen unserer Kunden über die gesamte Unternehmensgruppe hinweg betrachtet bei 1,88 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit ist die Entwicklung auch hier sehr positiv. Dabei nehmen weiterhin regressfreie Finanzierungstransaktionen eine zentrale Rolle in unserer Refinanzierungsstrategie ein. Zwei Drittel des Gesamtfinanzierungsvolumens wurden 2019 regressfrei finanziert. Auch im Bereich des Corporate Lending konnten wir mit 345 Millionen Euro und einem Wachstum von 14 Prozent einen neuen Höchstwert erreichen. Daher ist die Entwicklung sehr erfreulich. Unsere Finanzierungsbasis ist dabei weiterhin sehr breit und international und zeigt das große Vertrauen in uns. In Summe arbeiten wir mit 168 Finanzinstituten in mehr als 20 Ländern zusammen. Darunter sind 105 Investoren mit laufenden Engagements in unseren Schuldscheindarlehen und Konsortialfinanzierungen sowie 77 Finanzierungspartner, die unser Neugeschäft direkt refinanzieren.

Noch bevor sich die Corona-Krise abzeichnete, hat das niederländische Büro für Wirtschaftspolitische Analysen (CPB) prognostiziert, dass das Wirtschaftswachstum 2020 zum dritten Mal in Folge an Tempo verlieren wird. Wie ist Ihre Einschätzung mit Blick auf die aktuelle Lage für CHG-MERIDIAN?

Timmermans: Die Märkte in Europa stehen vor großen Herausforderungen. Allen voran die Auswirkungen des Coronavirus, aber auch ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China oder die Folgen des Brexits – das alles lässt für das laufende Jahr kein oder nur wenig Wachstum in Europa erwarten. Trotzdem müssen wir es differenziert betrachten. Die Corona-Krise wird der Digitalisierung in allen Bereichen Vorschub leisten. Hier können wir den Unternehmen mit unserer Expertise zur Seite stehen. Bislang erleben wir trotz enger Handelsbeziehungen zu UK in den Benelux-Staaten keine Beeinträchtigungen durch den Brexit. Einige große Finanzinstitute ziehen sich aufs Festland zurück, das könnte uns neue Spielräume eröffnen. Die gesamtwirtschaftliche Lage ist also nicht immer zwingend auch die Blaupause für unser Business. Ich würde im Gegenteil sogar sagen, dass die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums unserem Geschäftsmodell entgegenkommen könnte.

Das müssen Sie uns bitte genauer erklären ...

Timmermans: Mit unserem umfassenden Technologie-Management, den Enterprise-, Mobility- oder Employer-Benefit-Solutions stellen wir unseren Kunden neben der Finanzierung eine Vielzahl an Lösungen mit Mehrwert zur Verfügung. Das gilt für Themen wie Nachhaltigkeit oder Effizienzsteigerung ebenso wie für die wachsende Erkenntnis in den Unternehmen, dass die Ausstattung moderner, digitaler Arbeitsplätze überlebenswichtig sein kann und ein Trumpf ist. Diese Kombination aus technologischer und kaufmännischer Expertise verschafft uns selbst dann einen Vorsprung, wenn sich die Konjunktur eintrübt. Schon heute sind es in Belgien nur etwa zehn Prozent der Kunden, die ausschließlich eine Finanzierung bei uns anfragen. Die große Mehrheit vertraut auf unsere Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Gerade das Thema Nachhaltigkeit erlebt aktuell einen enormen Aufschwung. Das Geschäftsmodell von CHG-MERIDIAN beruht auf den Grundsätzen der Circular Economy. Inwiefern ist das ein Argument im Neukundengeschäft und ein Differenzierungsmerkmal?

Timmermans: Belgien war eines der ersten Länder in der CHG-MERIDIAN-Gruppe, die einen starken Fokus auf Circular Economy gesetzt haben. Wir sehen hier, dass das neue Bewusstsein für uns ein Türöffner ist. Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen gewinnt an Bedeutung, und Lösungen dafür werden aktiv nachgefragt. Unser Ansatz des ressourceneffizienten TechnologieManagements, das den kompletten Lebenszyklus von der Gerätebeschaffung bis hin zur Wiedervermarktung abdeckt, trifft den Nerv der Zeit. Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir Nachhaltigkeit glaubwürdig zusagen können. Circular Economy ist nicht nur gelebtes Prinzip. Im Gegensatz zum Wettbewerb verfügen wir mit unseren Technologiezentren auch über die entsprechende Infrastruktur, etwa für die Wiederaufbereitung der Geräte zur Zweitnutzung.

Mit Blick auf Benelux und die gesamte Unternehmensgruppe: Wo liegen, abgesehen von den aktuellen, marktbedingten Unwägbarkeiten, die Herausforderungen?

Timmermans: Unser Ziel ist es, den Anteil der Benelux-Länder am Gesamtergebnis weiter zu erhöhen. Wir sind im ersten Quartal 2020 außerordentlich gut gestartet und auch für die nahe Zukunft bin ich sehr optimistisch, ohne eine genaue Prognose zu wagen. Wir können uns auf die Stärke unseres Geschäftsmodells verlassen, darauf ausruhen können wir uns nicht. Wir müssen analysieren, welche Transformationen wir vornehmen und wo wir konsolidieren müssen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Potenzielle Kunden müssen verstehen, wo unser Asset liegt und worin wir uns auch von neuen Wettbewerbern wie zum Beispiel den FinTechs unterscheiden. Financial Engineering hat viele Facetten und ist für uns weit mehr als die reine Finanzierung von Technologie. Sicher werden wir 2020 nicht die Wachstumsraten sehen, die wir aus den vergangenen Jahren kennen. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir unser organisches Wachstum fortsetzen.

Rony Timmermans ist seit 2011 für CHG-MERIDIAN als Vice President Finance für Belgien, die Niederlande und Luxemburg tätig. Seit 2020 ist er in gleicher Rolle für Frankreich verantwortlich.

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Matthias Steybe

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